Azoren 2016 | in the middle of nowhere

In unserem Sommerurlaub zog es uns diesmal mitten ins nirgendwo. Im Sommer soll es doch das Azorenhoch und bei uns schönes Wetter geben. Da das Wetter nicht so prickelnd war, machten wir uns auf die Suche nach dem sagenhaften Azorenhoch. Gefunden haben wir es nicht, dafür aber mehrere traumhafte kleine Inseln mitten im Atlantik.  Und es reifte in mir die Erkenntnis, dass es “schlechtes” Wetter braucht, um bei uns schönes zu produzieren.

Flores

Wir machten uns auf von München, Lissabon, Sao Miguel nach Flores, den westlichsten Außenposten Europas. Im letzten Flieger gab es freie Sitzplatzwahl (!), hatte ich auch noch nie! Und mein Kompliment an den Piloten der DC 800. Saubere Landung! (Bei YouTube Landungen auf Flores, Azoren eingeben…, gut, dass ich es nicht vorher gemacht habe!)

Auf Flores hatten wir mit dem Hotel Aldeia da Cuada einen richtigen Glückstreffer! Ein verlassenes Bauerndorf, das mit viel Liebe zum Detail renoviert wurde. Jeder Gast hatte so sein eigenes Häuschen. Wir hatten das letzte Haus vor der Steilküste und mit Maria und Ringo unsere eigenen Kühe!

Flores ist eine der kleineren Inseln und durch ihre westlichste Lage auch die feuchteste. Wir wurden dann auch gleich mit Nebel begrüßt und auch wieder verabschiedet. Erinnerte mich irgendwie an “Gorillas im Nebel”!

Aber die Insel ist ein grüner Traum, überall blüht es und die Rhododendren wachsen hier wie Unkraut. Bei unserer ersten Wanderung zeigte sich auch die Insel dann von Ihrer besten Seite. Traumhaftes Wetter und eine schöne Wanderung endete mit einem Bad in einem Wasserfall!

Bei unserer zweiten Wanderung bekamen wir mit Blacky Begleitschutz. Der Hund begleitet uns 8 km über Stock und Stein, Mauern und einen Bach. Gottseidank konnten wir später sein Herrchen auftreiben und ihn so wieder zurückbringen…

An unserem letzten Tag wollten wir uns “Poster Girl” von Flores besuchen (8 Wasserfälle), aber leider konnten wir sie im Nebel nur erahnen…

Pico

Dann ging es auch schon weiter über Horta und dann mit der Fähre nach Pico. Der Pilot musste aber auf Horta wegen Nebel durchstarten und landete stattdessen zu unserem Glück gleich auf Pico. Unser Zimmer auf Pico bekam schnell den Spitzname “Tropfsteinhöhle”. Eigentlich ein schönes Hotel, leider verhinderten die vielen Bäume vor unserem Zimmer fast jeden Luftzug. Aber dafür übertraf die Inseln sonst alle Erwartungen: Pico im Nebel, Walsafari mit Pottwal, springendem Schwertfisch, Finnwal, Delfinen, Schildkröte und viel mehr.

Eine der besten Wanderungen führte uns an der Küste entlang über die Lavafelsen. Autofahren ist auch ein Abenteuer, Straßen die bessere Feldwege sind führen durchs Hochland und unser Mietwagen hatte einen guten ersten Gang…

Sao Miguel

Mit Sao Miguel kamen wir auf unsere letzte Insel und bekamen gleich mal einen Kulturschock…

Zu viele Menschen. Das waren wir von Flores und Pico nicht mehr gewohnt! Aber abseits der Touristenpfade geht es dann wieder! Und die Insel hat viele Ecken, die einen Besuch lohnen

Eigentlich bräuchte man 4 Wochen um alles zu sehen. Aber das heißt für uns nur wiederkommen.

Und für Fotografen lohnt es sich auf jeden Fall!!!

Zum Abschluss noch ein paar Bilder!!!

Woife