Die Perseiden

Zuerst einige allgemeine Infos von Wikipedia (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Perseiden)

Die Perseiden (Laurentiustränen, Tränen des Laurentius) sind ein jährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom, der in den Tagen um den 12. August ein deutliches Maximum an Sternschnuppen aufweist. Der scheinbare Ursprung liegt im namensgebenden Sternbild Perseus. Die erste überlieferte Beobachtung der Perseiden fand vor etwa zwei Jahrtausenden um 36 v. Chr. in China statt. Danach gab es Berichte aus Japan und Korea. In Europa stammt die erste bekannte Beobachtung aus dem Jahr 811. Im Jahr 1835 verfasste der belgische Astronom und Statistiker Adolphe Quetelet einen schriftlicher Bericht über einen Meteoritenschauer im Sternbild Perseus. Er war damit der erste Astronom, der den Radiant des August-Meteoritenschauers mit dem Sternbild Perseus in Verbindung gebracht hat. Da das Erscheinen der Perseiden mit dem Fest des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt, der im Jahre 258 das Martyrium auf einem glühenden Rost erlitt, werden sie im Volksmund auch Laurentiustränen oder Tränen des Laurentius genannt.

„Perseus.finden“ von Membeth 18:18, 22. Jul. 2010 (CEST) - Eigene Graphik. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Perseus.finden“ von Membeth 18:18, 22. Jul. 2010 (CEST) – Eigene Graphik. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Das Sternbild Perseus kann am Nachthimmel folgendermaßen gefunden werden: von der fünf Mal verlängerten Hinterachse des Großen Wagens über den Polarstern bis zur Kassiopeia (Himmels-W) und dann im rechten Winkel nach rechts, auf etwa halbem Weg zur Capella im Fuhrmann.

Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat. Die Staubteilchen treffen dabei mit hoher Geschwindigkeit auf die Atmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum Leuchten. Die Sternschnuppe ist daher nicht das verglühende Staubkorn selbst, sondern wird durch das Rekombinationsleuchten der ionisierten Luft sichtbar.

Der gesamte Aktivitätszeitraum der Perseiden erstreckt sich vom 17. Juli bis zum 24. August. Die Zahl der Meteore wird immer dann größer, wenn die Erde auf ihrer Umlaufbahn der früheren Bahn des Kometen besonders nahekommt, wie es 1992 der Fall war. In den Jahren 1991 bis 1993 konnten Raten von über 350 Meteoren pro Stunde unter Idealbedingungen (ZHR) registriert werden. Heutzutage erreicht der Meteorschauer ein Maximum von zirka 100 Meteoren pro Stunde.

Sichtbarkeit

Weil der Perseus zur Zeit des Maximums der Perseiden um etwa 6 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) kulminiert (er steht dann fast exakt im Zenit, es wird aber in den gemäßigten Breiten um 5 Uhr früh schon hell), liegt die beste Beobachtungszeit zwischen etwa 2 und 4  Uhr (Kassiopeia im Zenit, Perseus gegen Osten daneben) – dann sind fast alle Perseiden am Himmel zu sehen, und der sichtbare Nachthimmel ist auch der, der in Bewegungsrichtung der Erde liegt (also die Stoßfront in den Perseidenschwarm bildet). Auch in den Tagen davor und danach sind nach Mitternacht meist viele Perseiden-Schnuppen zu sehen.

Weil die Zeit und Intensität des Optimums des Stroms so günstig mit der Zenitlage des Radianten zusammenfällt, gehören die Perseiden mit zu den eindrucksvollsten Schnuppenschwärmen und haben in der Geschichte einige Ausnahmeereignisse hervorgebracht. Wie bei jedem anderen Meteorstrom auch sollte man bei der Beobachtung der Perseiden eine möglichst dunkle Umgebung aufsuchen und vermeiden, direkt auf die Position des Radianten zu schauen. Stattdessen sollte die Blickrichtung 20 bis 40° abseits des Radianten liegen, da die Schnuppen mit zunehmender Nähe zum Radianten immer kürzer werden.

Die Perseiden und müde war ich am nächsten Tag…

© www.studioviersieben.com

Treffer, versenkt…

In der Nacht vom 12.8 auf den 13.8 zogen Dominik Welschinger (http://dominik-welschinger-landscapes.de) und ich gegen 22:30 Uhr los und machten uns auf in Richtung Waidhofen zu einem Windrad. Das schien uns ein geeigneter Beobachtungspunkt für die Perseiden zu sein. Wir mussten leider in Kauf nehmen, dass dies nicht der allerbeste Beobachtungspunkt ist, da auf der einen Seite Ingolstadt und auf der anderen Seite Pfaffenhofen und die Lichtverschmutzung deshalb relativ hoch ist. Aber naja, wir sind hier ja auch in Deutschland, ein Ort ohne Lichtverschmutzung ist schwer zu finden. Aber da wir uns relativ spontan entschlossen haben, war es ein guter Platz.

Kaum angekommen und eigentlich noch beim Aufbauen und nach dem besten Platz suchend, wurden wir schon von den ersten Sternschnuppen begrüßt. Also schnell die Kamera aufgebaut und los gehts. Gleich mit meinem 3. Photo hatte ich das Schönste vom ganzen Abend…

Die Perseiden zu fotografieren ist nämlich gar nicht so einfach. Man richtet die Kamera in die eine Richtung aus, stellt alles ein und die Sternschnuppen kommen dann genau aus der anderen Richtung, also baut man um, in richtet es neu aus und zack sind sie wieder in der anderen Richtung. Oder kommen genau dann, wenn die Kamera das Bild verarbeitet und nicht belichtet. Da ist es viel einfacher Blitze zu fotografiern, die kommen wenigstens nur aus einer Richtung! Aber immerhin konnte man an diesem Abend auch die Milky Way sehr schön sehen….

Die schönsten und hellsten habe ich nur gesehen und mir mit einem Blick auf die Kamera gedacht “Mist….!” Aber ich konnte mir viele schöne Sachen wünschen. Einen Wunsch verrate ich: 5 Kameras, für jede Richtung eine und eine senkrecht nach oben! Das Aufbleiben bis um 4:00 Uhr morgens hat sich aber defenitiv gelohnt. Es war eine wunderschöne sternenklare Nacht, ich habe noch nie soviele Sternschnuppen gesehen und ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Vielleicht habe ich bis dahin auch 5 Kameras… Aber Wünsche, die man verrät gehen ja nicht Erfüllung!

Vielleicht sollte ich noch etwas zur Technik sagen: Meine Kamera ist die Canon 5d Mark 3 mit dem 16-35mm Objektiv. Die Bilder wurden mit Iso 1600 – 2000 aufgenommen. Die Belichtungsdauer lag zwischen 20 und 30 Sekunden. Anschliessend nachbearbeitet in Lightroom. Fotografiert wurde mit Stativ und Kabelauslöser. Den hatte ich auf Automatik gestellt und die Kamera dann Arbeiten lassen.

Dominik hatt mir abschliesend noch eine Zusammenfassung der Sternschnuppennacht zum zeigen überlassen:

Zusammenfassung der Sternschnuppennacht von Dominik Welschinger

Viel Spass beim Durchschauen der Bilder

Woife