Vesteralen – Lofoten 2016 | Whalewatching & Arctic Surf

Vesteralen – Lofoten 2016 | Whalewatching & Arctic Surf

Am 2. Tag starteten wir nach Andenes zu dem Highlight unserer Tour: Walsafari mit Lofoten-Opplevelser. Wir trafen uns um 9:00 Uhr im Andrikken Hotel in Andenes, bekamen dort eine kurze Einführung, was uns erwartet und zogen dort unsere Nässeschutzklamotten an. Dann ging es ab zum Hafen in die Schlauchboote. Wir hatten zuerst schon etwas Angst, das wir nichts sehen würden. Die Gruppe vom Vortag hatte wegen des Wetters leider Pech. Und bei uns war das Wetter leider auch nicht viel besser. Wir hatten ziemlichen Seegang im Wechsel von Schnee und starkem Wind. So mussten wir ca. 1 1/2 Stunden den Fjord absuchen, bis endlich die Meldung per Funk kam, wir sollten zurück Richtung Hafen, dort wurden Orcas und Buckelwale gesichtet.

Und endlich bekamen wir sie auch zu Gesicht. Ein unbeschreibliches Erlebnis, plötzlich quirlte es im Wasser nur so, hunderte Möwen schossen im Sturzflug auf die Wasseroberfläche und dazwischen sah man immer wieder die Flossen der Orcas und Buckelwale. Sie trieben einen riesigen Heringsschwarm zusammen und machten mit ihm kurzen Prozess. Wenn man diese Tiere nur aus dem Fernsehen kennt, kann man sich gar nicht vorstellen, wie majestätisch sie in Wirklichkeit sind. Ich kann dieses Erlebnis eigentlich gar nicht in Worte fassen, da jede Beschreibung nur halbwegs unser Glück beschreiben kann. Da war zum Beispiel ein kleiner Orca, der noch nicht so den rechten Plan hatte, er streckte immer wieder seinen Kopf aus dem Wasser, um zu sehen, was los ist und seine “Jagdtechnik” war auch noch nicht ganz ausgereift. Die Orcas schlagen die Heringe unter Wasser mit ihrer Schwanzflosse K.O., um sie dann zu fressen. Der Kleine schlug etwas unbeholfen auf die Wasseroberfläche ein. Zu Süss!!!

Am 3. Tag waren wir noch einmal auf Safari und diesmal bekamen Dominik und ich Trockenanzüge und es hieß, ab zum Schnorcheln mit den Orcas! Diesmal fanden wir sie viel schneller und bald waren wir zum ersten mal mit Ihnen im Wasser. Schade war leider nur, dass aufgrund der stürmischen See das Wasser sehr aufgewirbelt war und die Sicht dementsprechend schlecht. Dominik meinte irgendwann mal, der Orca könnte fünf Meter weg, Macarena tanzen und wir würden es nicht sehen… Aber das Glück war uns hold und auf einmal sah ich im Augenwinkel etwas weiß-schwarzes und ein Orca schwamm keine 3 Meter gemütlich an mir vorbei, bevor er wieder in der Tiefe verschwand. Unbeschreiblich!!!

Natürlich versuchten wir an beiden Tagen auch zu fotografieren, was sich als gar nicht so einfach erwies, hier brauche ich auf jeden Fall noch etwas mehr Übung (oder eine etwas ruhigere See und besseres Wetter). Durch den heftigen Wellengang sprang der Autofokus immer wieder auf die Welle vor dem Wal und einen Grossteil meiner Bilder musste ich deswegen weinend in den Papierkorb bewegen. Mit Sorge blickte ich auch immer wieder auf meinen F-Stop-Rucksack, da der immer nässer und nässer wurde. Aber als ich schließlich die Kamera herausholte, war innen alles staubtrocken.

Im Nachhinein gefiel mir der erste Tag besser, da ich mehr gesehen hatte. Es war eigentlich immer so, das wir rechts vom Boot die Orcas gesehen hatten, ins Wasser gingen und bis wir im Wasser waren, waren die Orcas links vom Boot. Und mit den Trockenanzügen ist man auch nicht sonderlich beweglich, sondern treibt eigentlich nur an der Wasseroberfläche. Flossen wären hier nicht schlecht! Aber man hat auch nicht gefroren! Nachdem ich meinen Orca gesehen hatte, und auch kein weiterer mehr in Sicht kam, machte ich mir den Spass die Heringe etwas zu ärgern. Ich richtete mich aufrecht im Wasser auf und trat mit den Füssen nach den Heringen. Nicht, daß ich auch nur die Chance hätte, einen zu treffen, aber es war cool anzusehen, wie sich im Schwarm eine Öffnung auftat und die Heringe einen grossen Bogen um mich machten…

Das besondere Abschluss Highlight war unser Abendessen: Die Orcas schlugen ja die Heringe K.O. und so blieb es nicht aus, dass es zu Kollateralschäden kam. So trieben 3 an unserem Boot vorbei und unser Guide fragte im Spass, ob wir sie haben wollen… Tja und so landeten sie bei uns in der Pfanne! Dem einen wurde zwar der Kopf abgebissen, aber wer kann schon sagen, er hatte Hering killed by Orca in der Pfanne! Waren echt lecker, mein Kompliment an die Chefköche!!!

© 2016 | www.studioviersieben.com

© 2016 | www.studioviersieben.com

© 2016 | www.studioviersieben.com

Orca | the Movie

Portfolio