Wanderung aufs Ingolstädter Haus

Wer wandern will der muss auch früh aufstehen… Es ist 5:30 Uhr, der Wecker klingelt in Zell am See und das Dreamteam Domi, Woife und Evi quälen sich ganz langsam aus dem Bett. Gottseidank gab es einen Frühaufsteher der uns schon das Frühstück vorbereitet hat. (Danke Papa!)

Um 7:30 Uhr wartete dann auch schon das Almtaxi in Weißbach auf uns, das uns zur Kallbrunnalm hochbrachte. Für die, die jetzt über unsere Faulheit schimpfen: das Almtaxi ersparte uns 3 1/2 Stunden hochlatschen und ist das Geld auf jeden Fall wert. Schließlich warteten auf uns noch fast 4 Stunden Aufstieg zum Ingolstädter Haus.

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Kallbrunnalm

Die Kallbrunnalm ist übrigens auch einen Besuch wert, besonders wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist. Dort kann man die einzelnen Almen auf einfachen Wegen erreichen und leckeren Käse kaufen.

Von dort ging es dann durch den Wald, zuerst zum Diesbachstausee (1415m). Der Weg am Stausee entlang ist relativ gemein, zuerst geht es steil bergauf, man muss ca. 155 Höhenmeter überwinden um dann wieder zum See hinunter zu gehen. Ein Boot das uns zur anderen Seite bringt, blieb leider ein Wunschtraum – vor allem am Rückweg!

Der Weg führte dann ca. 1,5 Stunden weiter durch den Wald am Bach entlang bis zur Materialseilbahn des Ingolstädter Hauses (1635m). Bis zur Seilbahn kann man auch mit dem Mountainbike fahren.

Danach führte ein kleiner Weg hinaus aus dem Wald ins Steinerne Meer. Nach ca. einer halben Stunde kamen wir dann zu der Abzweigung zur Hochwies. Wie uns gesagt wurde, auch einen Abstecher wert, dies sei eine wunderschöne Schnittlauchwiese. Wir sind aber nur auf dem Rückweg bis zum Wasserfall gegangen und dort nur knapp der Versuchung widerstanden ins Wasser zu springen. Sobald man den Wald hinter sich hat, sieht man auch schon die Mitterkaserwand und oben einen Pfosten der Seilbahn und denkt sich, wie zur Hölle soll man an der senkrechten Wand hoch. Aber der Weg ging nördlich an der Wand am Fuße des Kleinen Hundstods vorbei. Über die Schuttreissen waren wir dann noch ca. 1,5 Stunden unterwegs, bis wir schließlich das Ingolstadter Haus (2119 m) sahen und das Weißbier schon fast riechen konnten. Dort oben angekommen schmeckte es auf der Sonnenterasse dann am besten. Und das Personal ist super auf Zack und immer freundlich, obwohl bei unserem Besuch fast 120 Leute da waren. Mein Kompliment an die Familie Senninger und ihr super nettes Team!

Der Weg von der Kallbrunnalm bis zur Hütte ist ca. 7, 25 km lang, überwindet 814 Höhenmeter, ist nicht schwierig zu gehen. Wanderstöcke und gutes Schuhwerk sind aber Pflicht!

Das einzige was an dem Wochenende deprimierend war, waren die Teilnehmer des Salomon 4 Trails Run…. Die sind an uns vorbeigejoggt als gäbe es keinen Berg und nicht mal meine Bergfex Evi hatte es keine 20m geschafft an den Läufern dranzubleiben, obwohl die heute (Tag 4) schon 25km in den Wadeln hatten und noch 22 km vor sich hatten…. Zur Info 140 km in 4 Tagen und 8000 Höhenmetern.

Oben erwarten einen dann eine tolle Aussicht übers Steinerne Meer und wenn man das Glück hat, ein super Sternenhimmel mit relativ wenig Lichtverschmutzung. Wäre Ideal für Fotos von der Milky Way. Leider waren bei uns zu viele Wolken… aber das heißt nur, wir kommen wieder!

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Domi, Woife & Evi auf dem Gipfe

Am nächsten Tag sind wir dann auf den Kleinen Hundstod (2263m) und genossen von dort die wunderbare Aussicht! Vom Ingolstädter Haus ging es hier ca. eine Stunde hoch. Der Weg führte über Schotter mit einer kleinen Kletterei bis zur Hundstodscharte über einen langgestreckten Höhenrücken zum Gipfel. Von dort hatten wir einen tollen Blick ins Diesbachtal und den Stausee. Und dann ging es auch schon wieder zurück zur Kallbrunalm und ab nach Hause.

Und wer so verrückt ist wie Domi (www.dominik-welschinger-landscapes.de) und ich, der schleppt da sein Kamerazeug hoch und wird aber mit tollen Fotos belohnt!

Viel Spass beim durchschauen der Bilder!

Woife