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Stromboli

Stromboli ist eine italienische Insel mit dem gleichnamigen, noch aktiven Vulkan vom Typ eines Strato- oder Schichtvulkans. Die Insel liegt im Mittelmeer nördlich von Sizilien.

Stromboli gehört mit seinen Nachbarinseln Lipari, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi zur Inselgruppe der Äolischen oder Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer. Die Insel gehört zu der Gemeinde Lipari in der Provinz Messina.

Die Höhe der steil aus dem Wasser aufragenden, nahezu kegelförmigen Insel beträgt vom Meeresspiegel aus 926 Meter, in anderen Belegen sind 918 Meter und 968 Meter angegeben. Vom Meeresgrund ragt der Kegel des Vulkans Stromboli etwa 3000 Meter auf. Die Fläche der Insel beträgt nur 12,6 Quadratkilometer, was für diese Höhe ungewöhnlich ist.

Blick von der 400m Plattform

Blick von der 400m Plattform

Gipfelaufstieg

Der Aufstieg zum Gipfel ist nur mit Führer gestattet. Touren auf den Gipfel kann man vor Ort buchen, jedoch wird täglich die Aktivität des Vulkans überprüft, ob ein Aufstieg möglich ist. Bei zu starker Aktivität kann es sein das der Gipfel für mehrer Tage gesperrt ist! Wie es bei uns der Fall war.
Man kann jedoch ohne Führer bis zur Aussichtsplattform auf 400 m Ü.M aufsteigen und von dort den Blick auf den Krater genießen. Was auch empfehlenswert ist, ist die Pizzaria an der Sciara del Fuoco. Hat nur einen Nachteil, die wirklich leckere Pizza wird schnell kalt, da man auf der Terasse einen herrlichen Blick auf den Krater hat und vor lauter schauen, das essen vergisst.

Fotografieren

Auf jeden Fall ein Stativ mitnehmen – ohne das gehts gar nicht.
Brennweite: von der 400 m Plattform: mind. 70 – 200 mm, von der Pizzaria aus 300-400 mm.
Belichtungszeit: 4-45 sek., aber hier darf experimentiert werden…
Der Vorteil an der 400 m Plattform ist, man hat Zeit. Bei den geführten Touren ist man immer auf das Warten der anderen angewiesen, bzw. es ist sowieso der Aufenthalt auf dem Gipfel, auf 1(!) Stunde beschränkt!

VULCANO

VULCANO

VULCANO

Vulcano gehört mit seinen Nachbarinseln Lipari, Stromboli, Salina, Panarea, Filicudi und Alicudi zum Archipel der Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer vor der Nordküste Siziliens. Vom Namen der Insel ist das heutige Wort für Vulkan abgeleitet. In der römischen Mythologie galt die Insel als Schmiede des Vulcanus, des römischen Gottes des Feuers.

Sobald man die Insel betritt, weiß man dass man auf einem Vulkan ist. Man wird am Hafen gleich vom Schwefelgeruch des “Tote Feldes” begrüßt. Man kann, muss aber nicht, in dem Grundwasserschlammpool, der durch die heißen Gase Temperaturen von 35 bis 52 C° aufweist, baden. Man erhofft sich durch das Baden im Schlamm Heilungen von Hautkrankheiten, Rheumatismus und Arthritis, braucht aber danach eine neue Badehose und ein neues Handtuch.

Zum Gipfel des Kraters kann man ohne Probleme hochsteigen, angeblich kostet er eine Gebühr. Bei uns war das nicht der Fall. Der Aufstieg ist in einer 3/4 Stunde zu bewältigen. (Geht auch mit Badelatschen, ist aber NICHT (!!!) zu empfehlen). Von oben hat man einen herrlichen Blick auf die Insel und kann sich je nach Mut durch die Schwefeldämpfe wagen. Den Rest der Insel erkundigt man am besten, in dem man sich ein Quad ausleiht und die Insel durchquert.

VULCANO

VULCANO

Liparischen Inseln oder auch Äolischen Inseln

Die Liparischen Inseln oder auch Äolischen Inseln sind eine Inselgruppe im Tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien. Zur Inselgruppe mit einer Gesamtfläche von 115,4 km² zählen sieben bewohnte Inseln.

Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und wurden 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt mit der Begründung, „dass die vulkanischen Landschaften der Inseln klassische Gegenstände der fortdauernden Untersuchung der Vulkanologie weltweit darstellen. Durch ihre wissenschaftliche Erforschung zumindest vom 18. Jahrhundert an haben die Inseln den Lehrbüchern der Geologie und Vulkanologie zwei Arten von Eruptionen (Vulcano-Typ und Stromboli-Typ) geliefert und so für mehr als 200 Jahre eine wichtige Rolle bei der Ausbildung aller Geowissenschaftler gespielt. Sie bieten weiter ein reiches Feld für vulkanologische Untersuchungen fortdauernder geologischer Prozesse bei der Bildung von Landschaften.“

Geografie

Die Liparischen Inseln liegen zwischen 30 km und 80 km vor der Nordküste Siziliens im Tyrrhenischen Meer. Der sizilianischen Küste am nächsten ist Vulcano. Nördlich folgen Lipari und Salina, westlich davon Filicudi und Alicudi, nordöstlich Panarea und Stromboli. Zu den sieben bewohnten Inseln kommen noch eine Reihe kleinerer, unbewohnter Inseln und Felsklippen hinzu wie z. B. Basiluzzo und Strombolicchio.

Die größte Insel mit 37,5 km² ist Lipari, gefolgt von Salina (26,8 km²), Vulcano (21,2 km²), Stromboli (12,6 km²), Filicudi (9,5 km²) und Alicudi (5,2 km²). Die kleinste Insel mit 3,4 km² ist Panarea. Die höchste Erhebung der Liparischen Inseln ist der Monte Fossa delle Felci auf Salina, der eine Höhe von 962 m erreicht.

Geologie
Stromboli

Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Sie tauchten in drei Phasen aus dem Meer auf und gehören zu einer Vulkankette, die sich vom Vesuv bis zum Ätna erstreckt. Zunächst entstand Filicudi, dann die Inseln Panarea, Salina und Teile von Lipari, zuletzt Alicudi. In einer zweiten Phase wurden weitere Teile dieser Inseln gebildet. In einer dritten Phase folgten Vulcano und Stromboli. Der Ursprung für den Vulkanismus der Liparischen Inseln ist die Subduktion des nördlichen Randes der afrikanischen Platte unter die apulische Platte.

Heute ist der Vulkan Stromboli auf der gleichnamigen Insel der einzig ständig tätige Vulkan Europas. Der Vulkan Grande Fossa auf der Insel Vulcano ist schlummernd und nur leicht aktiv und damit sicher der gefährlichste Vulkan der Region. Auf der Insel Lipari findet man Fumarolen und Solfataren sowie einen ruhenden Vulkan, dessen bisher letzter Ausbruch vor ca. 1300 Jahren war.

Auf den Inseln befinden sich reiche Vorkommen an Schwefel, Bimsstein und Kaolin. Die Basaltröhren zeigen den vulkanischen Ursprung.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liparische_Inseln

Stromboli

Entstehung

Vor etwa 40.000 Jahren kam es im Jungpleistozän zum Initialausbruch des Paläo-Stromboli. Der als Schlotfüllung stehen gebliebene Rest eines möglicherweise noch älteren Vulkans ist der 1,5 km vor der Nordostküste im Meer liegende Strombolicchio. Am Ende der Tätigkeit des Paläo-Stromboli formte sich durch einen vulkanotektonischen Einbruch eine Caldera von etwa 1,8 x 3 km, die heute durch die Sierra i Vàncori markierte, zur See hin offene Paläo-Stromboli-Caldera.
Innerhalb dieser Caldera bildete sich in der Folgezeit ein neuer Vulkan, der exzentrisch in die alte Caldera eingeschachtelte ältere Neo-Stromboli, dessen Erstausbruch vor etwa 10.000 Jahren begann. Im Laufe seiner Tätigkeit füllte der Neo-Stromboli die Paläo-Stromboli-Caldera fast vollständig auf, wobei, im Gegensatz zur heutigen Tätigkeit des Stromboli, reichlich Laven ausflossen. Vor 5000 bis 6000 Jahren kam es am Ende der Tätigkeit des älteren Neo-Stromboli wiederum zu einem, jedoch kleineren Calderaeinbruch, durch den sich der Sciara-del-Fuoco-Graben bildete, eine so genannte „hängende Caldera“ am Nordwesthang des Vulkans.
Nach dem Einbruch dieser Neo-Stromboli-Caldera bildete sich vor rund 5000 Jahren an deren Südostende exzentrisch der jüngere Neo-Stromboli als der heute tätige Vulkan.

Strombolianische Aktivität

Der Stromboli ist ständig aktiv. In unregelmäßigen Abständen (wenige Minuten bis stündlich) kommt es aus mehreren Krateröffnungen zu größeren und kleineren Eruptionen. Das ausgeworfene Material fällt meist in den Krater zurück oder es rollt teilweise über die Sciara del Fuoco ins Meer.
Dieser regelmäßige Auswurf von Lavafetzen, Schlacken und Aschen ist so typisch für Stromboli, dass Vulkanaktivität dieser Art Strombolische oder Strombolianische Aktivität genannt wird. Diese, in dieser Regelmäßigkeit weltweit einzigartige, kontinuierliche Aktivität basiert auf dem Phänomen der Zwei-Phasen-Konvektion: In einer gewissen Höhe des Schlotes ist der Dampfdruck der Gase größer als der Gewichtsdruck der über den Gasen sich befindenden Flüssigkeit. Die entstehenden Gasblasen steigen auf und reißen beim Zerplatzen an der Oberfläche Magmafetzen mit sich. Durch die Entgasung erhöht sich die Dichte der Schmelze, die eine weitere Entgasung vorübergehend verhindert während sie absinkt. Ist die Dichte der Schmelze so weit gesunken, dass der Gewichtsdruck wieder geringer ist als der Gasdruck, steigen erneut Gasblasen auf.

Der Ausbruch von 1930

Auf dem Weg von Stromboli-Ort zum Labronzo-Plateau überquert man auf einer Brücke die mit Schilf und Dornengestrüpp bewachsene Vallonazzo-Schlucht. Hier kostete ein pyroklastischer Strom aus Aschen, Schlacken, Steinen und heißen Gasen am 11. September 1930 drei Einwohner der Insel das Leben. Die Glutlawine raste mit einer Fronthöhe von 10 Meter und einer Geschwindigkeit von 70 km/h durch die enge Schlucht bis ins Meer. Einige am Strand liegende Boote wurden in Brand gesetzt und das Meer begann in einem Umkreis von etwa 20 Meter zu kochen. Bis zu 100 Meter seitlich der Schlucht verbrannten die Weinreben.
Während des Ausbruchs senkte sich das Meer zunächst um mehr als einen Meter, flutete dann heftig zurück und hob sich um 2,20 Meter über seinen Normalstand.

Laufende Aktivität

Der Stromboli ist seit 1934 durchgehend auf geringem Niveau aktiv. Zusammen ergibt sich für die laufende Aktivität ein Vulkanexplosivitätsindex von 2 (moderat). Typische Erscheinungsformen sind lokale Explosionen, die teilweise im weitem Umkreis gehört werden können, Lavaflüsse von geringem Umfang und der Auswurf von lockerem Material. Die Aktivität schwankt stark; besondere Ereignisse fanden Ende 2002 und Anfang 2007 statt.

Am 29. Dezember 2002 riss durch einen ungewöhnlich starken Lavafluss ein Teil des Vulkankegels ab, rutschte ins Meer und verursachte eine Flutwelle. Durch herabfallende glühende Bomben und Steinbrocken in die Vegetation weit oberhalb der bewohnten Teile der Insel wurden kleinere Brandherde ausgelöst, die aber von selbst schnell wieder erloschen. Einige der direkt am Meer liegenden Häuser der Ortschaft Stromboli wurden durch die Flutwelle beschädigt. Da sich im Winter nur wenige Touristen auf der Insel befanden und die ständige Bevölkerung klein ist, wurde niemand verletzt. Die gesamte Insel wurde für mehr als zwei Monate evakuiert, hauptsächlich nach Lipari. Touristenschiffe fuhren die Insel in dieser Zeit nicht an.

Am Morgen des 5. April 2003 ereignete sich dann eine größere Eruption, die in Stromboli-Ort deutlich zu hören war. Über der Fossa stieg eine große pilzförmige Rauchwolke auf, die Inselbewohner konnten das Einschlagen größerer Blöcke hören. In Ginostra gingen einige Blöcke nieder. Es gab zwar keine Verletzten, jedoch wurden zwei Häuser von metergroßen Bomben getroffen und beschädigt. Auf der Seite von Stromboli-Ort gingen ebenfalls Bomben nieder, die den Ort allerdings nicht erreichten.

Der Lavastrom auf der Sciara stoppte am 22. Juli 2003. Die strombolische Aktivität am Nordostkrater förderte weiterhin des Öfteren Lavafetzen, während am Südwestkrater nur Aschenaustritte beobachtet wurden.

Fast vier Jahre später, am 27. Februar 2007, floss erneut Lava die Sciara del Fuoco herunter bis ins Meer und bildete ein beachtliches Lavadelta im Küstenbereich. Die Behörden warnten vor möglichen Flutwellen und Erdrutschen, die wie schon 2002 ausgelöst werden könnten, und empfahlen den Bewohnern von Stromboli und der Nachbarinseln, sich nicht tiefer als auf 10 Meter Seehöhe aufzuhalten. Am 15. März 2007 ereignete sich um 20:37 GMT eine gewaltige paroxysmale Eruption der Gipfelkrater. Am 30. März 2007 waren drei Arme eines Lavastroms zu sehen, der aus einer Ausbruchsöffnung in 420 Meter Seehöhe stammte. Am 2. April 2007 stoppte der Lavafluss.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stromboli