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An Ostern habe ich mit PhotoTours4U einen Workshop für Landschaftsfotografie mitgemacht. Vielleicht fragen sich jetzt ein paar von euch, warum macht er den sowas? Der fotografiert doch eh (fast) nur Landschaft, ist das überhaupt nötig? Ist das nicht Zeitverschwendung oder hinausgeworfenes Geld? Ich muss sagen, ich hab zuerst auch überlegt, brauche ich das oder vorallem bringt es mir etwas? Nunja, da ich ihn gemacht habe, beantwortet schon mal diese Fragen…

Man kann nie genug lernen!
Der Kursleiter geht auf dich ein und zeigt dir, was möglich ist, was man am z.B. am Bildaufbau verbessern kann, welche Einstellungen an der Kamera vorzunehmen sind , welcher Filter ist jetzt gut usw…
Niemand ist perfekt und nur durch konstruktive Kritik erkennt man, was man besser machen kann.
Nur durch immer wieder rausgehen und fotografieren kommt man weiter und verbessert sich.
Aber ich fang jetzt einfach mal ganz vorne an. Phototours4U beobachte ich schon länger auf Facebook, zwar hauptsächlich wegen der Fotoreisen, aber in letzter Zeit auch wegen der Workshops. Mein Entschluss einen zu machen, habe ich dann relativ bald getroffen. Eigentlich wollte ich mit Christian Ringer nach Berchtesgarden, aber am letzten Termin hatte ich leider keine Zeit und so war ich jetzt ganz froh, dass Phototours4U kurzfristig ein Osterspecial auflegten. Termin gecheckt und passt, also fix angemeldet. Funktioniert auch über die Webseite ganz einfach und problemlos. Am Freitag bekam ich dann von Christian eine Email mit allen Daten zum Treffpunkt und was ich am Besten mitnehmen soll.

Die Ziele des Workshops waren:

• Verwendung von Graufiltern

• Verwendung von Grauverlauffiltern

• Langzeitbelichtungen

• Nachtaufnahmen

• Bildkomposition

• Farbmanagement

Das einzige was mir jetzt noch Sorgen machte, war das Wetter. Freitag Regen, Regen und nochmal Regen. Ich dachte schon, das wird was werden…. Aber am Samstag morgen war dann alles perfekt, die Sonne grüsste zum Frühstück. Gegen 11:00 fuhr ich dann los in Richtung Hopfensee. Unser Treffpunkt war dann auch ganz einfach zu finden. Da ich noch genügend Zeit hatte, drehte ich erst mal eine Runde am Ufer um mir einen Eindruck von dem See zu verschaffen. Der Hopfensee ist ein relativ kleiner See mit einem herlichen Blick auf die Allgäuer Alpen. Ich fand dann auch ziemlich schnell zwei unserer Fotospots.

Kurz vor 15:00 sah ich dann am Parkplatz ein Regensburger Auto und jemand der sein Stativ auspackte. Das musste Christian sein!

Der zweite Teilnehmer trudelte dann auch ein, fehlte nur noch der dritte… Christian meinte, der musste leider absagen, und so hatten wir schon fast einen Privatworkshop! Dann gings aber auch schon los. Wir machten uns mit einem Umweg über den Kiosk auf dem Weg zum ersten Spot. Christian fragte uns ein wenig aus, um unsere Foto-Kenntnisse einschätzen zu können und erklärte uns die Ziele seines Workshops. Am ersten Spot sollten wir dann auch gleich mal loslegen und unsere Kamera einrichten und Bilder machen. Also richteten wir unsere Kamera ein und machten die ersten Fotos. Christian erklärte uns, auf was wir beim Bildaufbau achten sollten, korrigierte immer wieder mal unser Setup. Passt der Vordergrund? Ist das Bild überbelichtet oder unterbelichtet. Haben wir uns das Histogramm angeschaut. Wie sieht es mit dem Weißabgleich aus. ND-Filter, wie verwende ich sie, wie berechne ich die richtige Belichtungszeit.

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Bei mir war das zum Beispiel das Histogramm – ich geb zu, etwas, auf das ich vorher kaum geachtet habe. Oder der Weißabgleich. Das sind so kleine Details, die einem nachher in der Bildbearbeitung viel Mühe ersparen können.

Besonders gut gefiel mir, dass Christian sich für uns richtig viel Zeit nahm und immer zwischen uns hin und her wechselte und mit uns die Bilder besprach. So verging der Tag wie im Flug und als es vom Licht interessant wurde, konnten wir schon einiges an neuem Wissen umsetzen.

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Und das Wetter meinte es auch weiter gut mit uns. Gegen Abend funkelten die ersten Sterne am Himmel und wir konnten uns in der Sternfotografie ausprobieren. Leider ist dafür der Hopfensee nicht der ideale Standort, da die Uferpromenade mit ziemlich häßlichen, orangenenen Laternen beleuchtet ist. Das war Schade und verdarb fast jedes Foto. Aber dann packte Christian seinen Joker aus, den Plansee. Wenn wir Lust haben können wir dahin weiterfahren, ist auch nur eine halbe Stunde weg…

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Also ruckzuck zusammengepackt und ab Richtung Österreich. Der Plansee war dann das genaue Gegenteil, die einzige Lichtverschmutzung war alle zwanzig Minuten ein Auto, das durchs Bild fuhr! Top Location für die Sterne. Dort blieben wir dann bis irgendwann spät der Vollmond hinter den Bergen rauskam und die Sterne überstrahlte.

Zusammenfassend kann ich sagen, es hat sich voll gelohnt: zum Einen hatten wir einen super Fototag, zum Anderen einen Lehrer bei dem der Unterricht Spass macht! Ich konnte viele nützliche Infos mitnehmen und weiß, daß es nicht der letzte Workshop war mit PhotoTours4U.

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